13.03.2017 (pm): Gleichmäßige Anwendung der Steuergesetze nur mit erstklassiger Ausbildung und zielgerichteter Fortbildung machbar

PRESSE – MITTEILUNG
der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG)

Rotenburg an der Fulda, 13.03.2017

Tag der Ausbildung der DSTG Hessen am 13./14. März in Rotenburg an der Fulda

 

Gleichmäßige Anwendung der Steuergesetze nur mit erstklassiger Ausbildung und zielgerichteter Fortbildung machbar

Die anwesenden Tagungsteilnehmer des Ausbildungs-Tages stellen gemeinsam fest, dass verstärkter den je in die erstklassige Aus- und Fortbildung der Beschäftigten in den hessischen Finanzbehörden investiert werden muss.

Kein Tag vergeht, an dem die sogenannten Big-Four und andere große Gesellschaften neue teils aggressive Gestaltungsmodelle für die Unternehmen kreieren. Diese Modelle müssen zunächst einmal im Finanzamtsalltag von den Kolleginnen und Kollegen aufgedeckt werden, da sie natürlich nicht auf dem Silbertablett präsentiert werden. So gilt es anschließend gesetzgeberisch und mit konsequentem Verwaltungshandeln illegalen Machenschaften zu begegnen.

„Um ein Eintreten auf Augenhöhe zu gewährleiste, ist es wichtig, dass die Kolleginnen und Kollegen immer „up to date“ sind und wir uns in Sachen Bildung ständig fortentwickeln. Deswegen hat die DSTG Hessen angeregt, das Schwerpunktthema „Steuerkriminalität“ ansatzweise im Lehrplan für die Steuerbeamtenausbildung aufzunehmen. Das ist vor dem Hintergrund der Geschehnisse um die sogenannten CUM-EX oder CUM-CUM Geschäfte am Finanzplatz Frankfurt am Main nur schlüssig“, so die DSTG Landesleitungsmitglieder Katharina Blei und Christine Hamm-Meurer.

Die DSTG Hessen wird im Rahmen der Arbeitstagung die fachtheoretische und praktische Ausbildung der Finanzer stramm in den Blick nehmen und weitere Vorschläge entwickeln, die darauf abzielen die Steuergerechtigkeit zu befördern und einen gleichmäßigen Steuervollzug zu optimieren. Darüber hinaus werden die aktuelle Ausbildersituation und Entwicklungschancen im Mittelpunkt der Arbeitstagung stehen. Zudem wird man sich auch den Erwartungen der unterschiedlichen Generationen und Fragen zum Thema Generationengerechtigkeit zuwenden.

Noch einmal zurück:
Die DSTG Hessen fordert darüber hinaus in einem ersten Schritt vom hessischen Finanzminister eine klare und deutliche Umsetzung des Projektes „Silbe-Best“. Also die explizite Verankerung und zielgerichtete Fortentwicklung dieser Task-Force, die derzeit aus nur fünf Top-Steuerspezialisten besteht.

Oder wollen wir weiter am Wirtschafts- und Bankenplatz mit der „Stange im Nebel stochern“?