22.02.2016 (pm): 6% Lohnzuwachs für Kommunal- und Bundesbeschäftigte vor dem Hintergrund der Flüchtlingsherausforderung richtig und genauso wichtig

PRESSE – MITTEILUNG

der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG)

                                                                                   Frankfurt, 22.02.2016

6% Lohnzuwachs für Kommunal- und Bundesbeschäftigte vor dem

Hintergrund der Flüchtlingsherausforderung richtig und genauso wichtig

 

Gleiches gilt aber auch für die hessischen Finanzbeamten!

 

Zum Auftakt der Tarifrunde 2016 im öffentlichen Dienst hatte der dbb beamtenbund und  tarifunion Ende vergangener Woche als Hauptforderung einen sechsprozentigen Gehaltszuwachs für die Beschäftigten im Bund und in den Kommunen erhoben.

Diesen Gehaltszuwachs erachtet der hessische Steuergewerkschafts-Chef, Michael Volz für mehr als angebracht. Zum einen hinkt der öffentliche Dienst was die Einkommensentwicklung anlangt gegenüber anderen Branchen exorbitant hinterher. Zum anderen sind die Hauptamtler, also die Tarifbeschäftigten und die Beamten/innen, vor dem Hintergrund der dauerhaften und großen Flüchtlingsherausforderungen mehr denn je gefragt. „Wir sind die tragende Säule des Staates und absolut unersetzlich und das mehr denn je. Von daher fordern wir gutes Geld für täglich erstklassige Arbeit”, so Volz heute in Frankfurt.

Beschäftigte in den Erstaufnahmeeinrichtungen, den Bürgerbüros, den Regierungspräsidien, den Sozialdiensten, der Polizei, den Schulen und viele andere Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes leisten neben ihrer herkömmlichen Arbeit ganz viel zusätzlich bei allein etwa 80.000 Flüchtlingen in Hessen.

Dies gilt aber auch für die hessischen Beamtinnen und Beamten, die bislang NULL Prozent Gehaltssteigerung für 2015 bekommen haben und die ab Sommer 2016 nur 1 Prozent von der Hessischen Landesregierung in Aussicht gestellt bekommen.

„Das ist in Anbetracht der aktuellen und wohl auch langfristig hohen Arbeitsbelastungen ein schlimmer Schlag ins Gesicht der Staatsdiener. Die Stimmung in den Dienststellen und Ämtern ist so miserabel wie noch nie. Hierbei handelt es sich um kein Funktionärsgejammere, das belegen die nachhaltigen Unmutsäußerungen aus dem Kollegenkreis“, so der Gewerkschafter weiter.

Die Kolleginnen und Kollegen in den Finanzämtern sorgen für einen möglichst gleichmäßigen Vollzug der Steuergesetze und leisten einen ganz wesentlichen Anteil zur Staatsfinanzierung.

Michael Volz: „Vor dem Hintergrund der sprudelnden Steuerquellen und der beschriebenen Aufgabenexplosion des öffentlichen Dienstes in Hessen kann man keinem Bediensteten weiß machen, es wären keine ausreichenden Haushaltsmittel vorhanden und es müsse bei den Bediensteten gespart werden. Diese Killerargumente überzeugen nicht! Denn wir, die Beschäftigten in den Finanzämtern und Dienststellen sind die finanzierbaren Finanzierer für den Staat. Wir fühlen uns bezahlungsmäßig behandelt wie Kostgänger. Das muss ein ENDE haben!“

Die DSTG Hessen fordert die noch immer fehlenden 2% für das alte Jahr und die gleiche Gehaltsanpassung für die Kolleginnen und Kollegen für 2016.

Die DSTG Hessen wird ansonsten den politisch Verantwortlichen in der Landeshauptstadt den „Spiegel dieser respektlosen Bezahlung“ dauerhaft vorhalten.

Die Stimmung ist bei Null Prozent ganz, ganz mies. So darf es nicht weiter gehen.

  

Gutes Geld für erstklassige Arbeit,

das muss auch in Hessen politischer Wille werden!

17.02.2016 Nachbarschaftliches Gespräch zwischen DSTG Baden-Württemberg und Hessen

Nachbarschaftliches Gespräch zwischen DSTG Baden-Württemberg und Hessen

 

Bild BaWü 170116

 

Zu einem gewerkschaftlichen Austausch trafen sich die “Spitzen” der DSTG aus den Nachbarländern Baden-Württemberg und Hessen in Heidelberg.

Für die DSTG Hessen war der Landesvorsitzende Michael Volz mit seinen Stellvertretern Sonja Waldschmidt, Herbert Faust und Gert Schenzielorz angreist.

Die Kollegen Markus Scholl (Landesvorsitzender DSTG Baden-Württemberg), Kai Rosenberger (Bezirksvorsitzender DSTG Baden), Jochen Rupp (Bezirksvorsitzender DSTG Württemberg), Landesgeschäftsführer Steffen Buse (DSTG Baden-Württemberg) und Landesschatzmeister Raphael Thome (DSTG Baden-Württemberg) waren interessante Gesprächspartner.

Im Zentrum der Debatte stand unter anderem der gesamtgesellschaftliche Umgang mit der Flüchtlingsfrage, welcher auch Auswirkung auf die Finanzer hat. In diesem Zusammenhang stellten die Gewerkschafter fest, dass Alles künftig nur machbar sein wird, wenn die Finanzämter und Dienststellen durchgängig gestärkt und nicht zur Gegenkompensation missbraucht werden. Denn ohne finanzierbare Finanzierer wird es dauerhaft nicht gehen!

 Oder “Ohne uns läuft nix”, so die knappe und kurze Losung der DSTGler, die selbstverständlich ebenso auf die weiteren intensiv diskutierten Themen – Bezahlung, Arbeitssituation, Personalentwicklung, Flexibilisierung von Arbeitszeitmodellen, Ausbildung- und Einstellungsfragen – anzuwenden ist.