12.07.2016 (pm) Auch Hessens Finanzbeamte frustriert über Absichten der Landesregierung und bringen deshalb „ihr letztes Hemd nach Wiesbaden”

PRESSE – Information
der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG)
Frankfurt, 11.07.16

Wiesbaden – Hessischer Landtag
2. Lesung über den Gesetzesentwurf der Besoldungsanpassung am 12. Juli 2016:
Auch Hessens Finanzbeamte frustriert über Absichten der Landesregierung und bringen deshalb „ihr letztes Hemd nach Wiesbaden“

 

Anlässlich der 2. Lesung über den Gesetzesentwurf der Besoldungsanpassung am 12. Juli 2016 erwartet die Deutsche Steuer-Gewerkschaft, Landesverband Hessen, viele frustrierte Kolleginnen und Kollegen aus den hessischen Finanzämtern in Wiesbaden, die dort ihr „letztes Hemd vor dem Hessischen Landtag abgeben werden“.

Nach den Ankündigungen zur Vorlage eines Änderungsantrages zum Besoldungsgesetz von CDU und GRÜNEN von letzter Woche Freitag ist der Frust nicht weniger geworden:
Weil viele Kollegen trotzdem weiter in die Röhre gucken und alle an-deren von „schwindelerregenden“ Gehaltserhöhungen von 1,02 % – 1,78 % „profitieren“.

Vergessen haben wir auch nicht, die Nullrunde vom vergangenen Jahr und die Kürzung bei der Gesundheitsfürsorge!
Von den angekündigten Erhöhungen von monatlich 35,- € brutto verbleiben also unterm Strich ungefähr 10,- € im Geldbeutel der Beamten!

Kommen Sie deshalb Morgen, am 12.7.2016 um 13.00 Uhr zur Kundgebung
gegenüber der Marktkirche!

Wir tragen unseren Frust und das letzte Hemd vor den Hessischen Landtag!

Wir freuen uns auf Ihr Kommen. Bitte bringen Sie unbedingt Ihren Fotografen mit!

Ab 13.00 Uhr steht Ihnen auch der Landesvorsitzende der DSTG Hessen, Michael Volz für Interviews zur Verfügung!

08.07.2016 (pm): Steuergewerkschaft fordert Gleichklang und keine weitere Spaltung in der Belegschaft

PRESSE – MITTEILUNG

der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG)

                                                                                                Frankfurt, 08.07.2016

 

Wiesbaden: Beamtenbesoldung

Steuergewerkschaft fordert Gleichklang und keine weitere

Spaltung in der Belegschaft

 

Einsicht ist der erste Weg zur Besserung stellt die DSTG Hessen fest. Es  gilt aber, nicht auf halbem Weg stehen zu bleiben.

Nach der jetzt von der Regierungskoalition angekündigten sozialen Komponente in der Besoldung würden zwar niedrige Besoldungsgruppen begünstigt, was wir auch ausdrücklich begrüßen, aber die darüber liegenden Gehaltsklassen wären dauerhaft von der allgemeinen Einkommensentwicklung weiter abgehangen.

Die geplanten Gehaltserhöhungen von 35,00 Euro im Monat liegen also zwischen schwindelerregenden 1,02 % (A 12 Stufe 3) und 1,78 % (A 6 Stufe 1).

Alle Kollegen und Kolleginnen die in höheren Gehaltsstufen durch ihre Ausbildung und gute Leistung angesiedelt sind, schauen mit 1 % weiter in die Röhre.

Das kann und darf doch nicht wahr sein.

Und das verkauft man uns als „Soziale Komponente“.

Im Jahre 2015 stiegen die allgemeinen Einkommen um durchschnittlich etwa 3 % und im Jahr 2016 um etwa 2,9 %. Dass die Beamtinnen und Beamten bei dieser Wertschätzung durch die hessische Landesregierung  frustriert sind, liegt auf der Hand.

„Ob dies ein Trick ist, um die Klagechancen der Beamtenschaft aufgrund einer Bezahlung knapp über Hartz-IV-Niveau zu minimieren, lassen wir mal dahin gestellt“, so der DSTG Chef weiter, „Fakt ist, dass wir an unserer Kernforderung zur Übertragung des Tarifergebnisses auf alle hessischen Beamtinnen und Beamten festhalten. Eine weitere Spaltung in der Kollegenschaft werden wir nicht akzeptieren!“, so Volz weiter.

Für die DSTG Hessen ist klar: Die im Koalitionsvertrag bereits 2013 angekündigten Besoldungsanpassungen für 2015 und 2016 sind schlichtweg ungerecht und spiegeln nicht annähernd die aktuellen Verhältnisse wieder. Wir werden die Besoldung verrechtlichen lassen, denn die Regierungsfraktion hätte nach Meinung der DSTG Hessen alle Besoldungsgruppen angleichen müssen. Ähnliches geschah bereits in Nordrhein-Westfalen, wo ebenfalls ein Abkoppelungsversuch vom Staatsgerichtshof vor zwei Jahren einkassiert wurde.

Michael Volz wendet sich daher direkt an die hessischen Regierungsfraktionen:

„Beenden Sie dieses unsägliche Katz- und Mausspielchen und schaffen Sie einen Gleichklang zwischen Tarifbeschäftigten und Beamten. Es gibt keinen Grund für dieses halbseidene zerfaserte Lohndumping bei Höchststeuereinnahmen und sprudelnden Steuerquellen!

Besinnen Sie sich ‪bis zur 2. Lesung des Gesetzes am 12.7.2016, nutzen Sie die noch verbleibende Zeit!“

 

Gleiches Geld für gleiche Arbeit am gleichen Schreibtisch!

Keine weitere Spaltung des öffentlichen Dienstes in Hessen!