02.11.2017: Entschließung der Personalrätekonferenz in Hohenroda

Hohenroda, 02. November 2017

Entschließung

 

 

Die Personalräte aus allen hessischen Finanzbehörden und der HBS, die rund 15.000 Beschäftigte vertreten und sich am 02. November 2017 in Hohenroda zu ihrer großen Konferenz treffen, schlagen Alarm:

Die durchgeführte Befragung zur Beurteilung arbeitsplatzbezogener psychischer Belastungen im Bereich der Hessischen Finanzverwaltung hat zu einem Besorgnis erregenden Ergebnis geführt.

Die Kolleginnen und Kollegen werden durch die Arbeit an die Grenze ihrer Belastung gebracht!!!
Die Auswirkungen sind gesundheitliche Beeinträchtigungen aufgrund von Erschöpfung, was insbesondere für den Veranlagungsbereich mit seiner extrem hohen Arbeitsbelastung gilt.

Ursachen hierfür sind:

      • die angespannte Personalsituation. Es fehlt Personal an allen Ecken und Enden,
      • der Zeitdruck und mit ihm einhergehend der Statistikdruck, der auf den Finanzämtern lastet, die Beschäftigten sollen immer mehr in immer kürzerer Zeit leisten müssen,
      • daneben aber auch durch technische Probleme, die zu unnötigen Zeitverlusten im Arbeitsalltag führen,
      • vor allem die Veränderungsprozesse in den Finanzämtern, die den Kolleginnen und Kollegen
        zu schaffen machen, da sie ständig neuen organisatorischen Herausforderungen durch Umstellung der Prozesse ausgesetzt werden, die keineswegs immer hilfreich sind und mäßig kommuniziert werden

 

Die Personalräte fordern alle politisch Verantwortlichen in Hessen auf, diesem Zustand ein Ende zu bereiten:

      • Riskieren Sie durch unnötige und überflüssige Anweisungen nicht die Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!
      • Halten Sie die Motivation der Beschäftigten hoch, indem Sie den Statistikdruck verringern!
      • Verbessern sie die Technik am Arbeitsplatz!
      • Überlegen Sie sich bei Einführung neuer Organisationsformen, wie z.B. im Rahmen der Stärkung des ländlichen Raumes gut, wie sie sich auf die Arbeit der Finanzämter auswirken. Politischer Wille darf nicht auf dem Rücken und auf Kosten der Gesundheit der ohnehin schon hochbelasteten aber trotz allem noch motivierten Kolleginnen und Kollegen ausgetragen werden!

 

Sorgen Sie endlich für eine angemessene Besoldung und schließen Sie die Lücke zum Tarifbereich!

Sorgen Sie für ausreichendes und gut ausgebildetes Personal. Die erfreulich hohen Einstellungen kommen spät, sie verbessern die Situation erst in 3-4 Jahren!

Lassen Sie die Kollegen und Kolleginnen in der Hessischen Finanzverwaltung nicht im Regen stehen!