19.06.2018 (pm): 24. Gewerkschaftstag der DSTG Hessen Digitalisierungs-Brücke von Landespolitik erforderlich

PRESSE – MITTEILUNG
der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG)

Rotenburg a.d.F. / Frankfurt a.M. / Gelnhausen, 19.06.2018

24. Gewerkschaftstag der DSTG Hessen – Digitalisierungs-Brücke von Landespolitik erforderlich

 

Anlässlich ihres 24. Gewerkschaftstages fordert die Deutsche Steuer-Gewerkschaft, Landesverband Hessen, eine deutliche Aufstockung des Finanzpersonals. Damit die hochkomplexen Auf-gaben, welche die Steuerrechtspflege national wie international vorhält, auch im digitalen Zeit-alter beherrschbar bleiben sowie für die Bürgerinnen und Bürger gerechter werden.

Das deutsche Steuerrecht mit seinen zahlreichen Steuerarten ist das vielseitigste und komplizier-teste auf dem Kontinent. Dieses stellt die Finanzbehörden in der Republik und insbesondere im Wirtschafts- und Bankenland Hessen vor enorme Herausforderungen.
Erwähnenswert: schon heute fehlen in Hessen für eine ideale Bearbeitung der Steuerfälle rund 1.000 Beschäftigte nur in den Finanzämtern.

Eine psychische Gefährdungsbeurteilung, die in nordhessischen Finanzämtern durchgeführt wurde, belegt, dass die Beschäftigten in den Ämtern und Dienststellen deutliche Überforderungen fühlen. Gerade vor dem Hintergrund des um sich greifenden Digitalisierungsprozesses ist es daher unerlässlich, das Finanzpersonal nicht alleine zu lassen, sondern die vorhandene Arbeits-last zu verringern.

„Als Gewerkschafter können wir dieses Szenario unseren Kolleginnen und Kollegen in der Praxis nicht zumuten. Wir erwarten – nicht nur aus Fürsorgegründen, welche der Dienstherr zu gewähr-leisten hat – eine rasche und deutliche Personalzuführung, also die digitale Brücke“ so Michael Volz, Landesvorsitzender der DSTG Hessen.

Die DSTG Hessen fordert von der Landespolitik eine rasch und breit angelegte ad hoc-Maßnahme, die dann auch dem Aspekt der Steuergerechtigkeit dienen soll.