19.06.2018 (pm): 24. Gewerkschaftstag der DSTG Hessen – Kündigungswelle hält an – Attraktivitäts-Offensive notwendig

PRESSE – MITTEILUNG
der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG)

Rotenburg a.d.F. / Frankfurt a.M. / Gelnhausen, 19.06.2018

24. Gewerkschaftstag der DSTG Hessen
Kündigungswelle hält an – Attraktivitäts-Offensive notwendig

 
Neben den ohnehin massiven Altersabgängen in den kommenden Jahren (2.500 – 3.000 Beschäftigte) kehren immer mehr Kolleginnen und Kollegen der Finanzverwaltung den Rücken.
Nach unseren Erhebungen im Frühjahr 2018 hat sich seit Anfang 2017 ein ganzes Amt der Größe des Finanzamts Rheingau-Taunus (Bad Schwalbach und Rüdesheim) mit rund 170 Menschen quasi aufgelöst.

„Sie gehen zu Steuerberatern, zu namhaften Unternehmensberatungen oder auch zu Kommunalverwaltungen etc. Dieser, in diesem Ausmaß gewiss nicht eingeplante, personelle Aderlass tut den hessischen Finanzämtern sehr weh und schlägt uns voll ins Kontor“, so Landesvorsitzender Michael Volz heute an die Adresse der Landesregierung.
Die Gründe für diese Abgangswelle liegen für die DSTG auf der Hand: Die Konkurrenz ist groß, die Beschäftigten sehr gut ausgebildet, äußerst flexibel und die monetäre Wertschätzung in der Finanzverwaltung mangelhaft.
Volz fordert deshalb für die Beschäftigten in der Finanzverwaltung eine echte Attraktivitäts-Offensive, unter anderem in Form einer Bezahlung, die sich an der freien Wirtschaft orientiert, von besseren Personalentwicklungsmöglichkeiten sowie bezahlbaren Wohnraum.
Sollte ein solches Sofort-Programm nicht unmittelbar angepackt werden, so werden wieder die ehrlichen Steuerbürger das Nachsehen haben. Sie werden länger auf ihre Steuererstattung warten müssen und Steuerunehrliche werden sich erfolgreich in die Büsche schlagen.