31.10.2018 in Bild & Video: Branchentag zur Einkommensrunde 2019

Branchentag zur Einkommensrunde 2019

31.10.2018

Finanzamt Kassel

Gemeinsam mit dem dbb beamtenbund und tarifunion wird die Deutsche Steuer-Gewerkschaft
an der Mitgliederbasis auf die Einkommensrunde 2019 aufmerksam machen. Dies geschieht
nach dem Vorbild der so genannten Branchentage, die seit 2015 mit Bund, Ländern und
Kommunen im gesamten Bundesgebiet durchgeführt werden, insbesondere auch mit den
Fachgewerkschaften, also auch mit der DSTG Hessen.

Hierbei sprechen wir nicht nur die Tarifangehörigen, sondern auch die Beamten an, da das
Potsdamer Tarifergebnis traditionell auch Wirkung für den Beamtenbereich entfachen soll. Dies
ist gerade auch in Hessen wichtig, aufgrund der hessischen Zurückhaltung in den Jahren 2015
und 2016.

Hingehen und mitreden!
Forderungen diskutieren – Forderungen beschließen – Forderungen umsetzen,
das haben die Branchentage als Ziel.

Wir wollen unsere hessische Meinung so klar und deutlich in die Forderung des dbb für die
Einkommensrunde 2019 einbringen.

31.10.2018 (pm): Deutsche Steuer-Gewerkschaft Hessen fordert von künftiger hessischer Landesregierung Rückkehr in die Tarifgemeinschaft und satte Einkommenszuwächse

PRESSE – MITTEILUNG
der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG)

Kassel, Frankfurt, Berlin, 31.10.2018

Branchentag zum Auftakt der Einkommensrunde in Kassel für Beschäftigte des Landes
Deutsche Steuer-Gewerkschaft Hessen fordert von künftiger hessischer Landesregierung Rückkehr in die Tarifgemeinschaft und satte Einkommenszuwächse

Anfang dieses Jahres hatte der Deutsche Beamtenbund für die Bundes- und Kommunalbediensteten ein deutliches PLUS für 2018 bis 2020 in Höhe von durchschnittlich 7,5% ausgehandelt.
Dieser Einkommenszuwachs ist die unterste Richtschnur für die Tarifbeschäftigten, die Beamten und Pensionäre der Länder, sowie Hessen. Die DSTG Hessen fordert deshalb anlässlich des Branchentages in Kassel eine Rückkehr in die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (!!!), unter Beibehaltung positiver Entwicklungen.

Der DSTG-Landesvorsitzende Michael Volz forderte deshalb in Kassel: „Wer so exzellente Arbeit im täglichen Steuerdickicht verrichtet, über 12 Milliarden Euro zusätzliche SteuerMEHReinnahmen für den Fiskus in der Legislaturperiode festgesetzt und erhoben hat -so berichtete Finanzminister Dr. Schäfer anlässlich einer aktuellen Stunde am 13.9.2018 im Hessischen Landtag selbst- der kann sich nicht immer nur auf die Schuldenbremse berufen. Die politisch Verantwortlichen sollten endlich die Zeichen der Zeit erkennen und einen finanziellen TOP-ZUSCHLAG anlegen. Auch über den ausgehandelten „Bahnabschluss“ kann man nachdenken!?“

Vor dem Hintergrund, dass für 2015 und 2016 (Nullrunden-Jahre in Hessen) noch immer ein Besoldungsminus in Höhe von 3,5% besteht, gilt es endlich per Besoldungsaufholgesetz à la Rheinland-Pfalz nachzubessern!

Nur durch unsere Arbeit – Bildung, staatlicher Wohnungsbau, innere Sicherheit, Verbesserung von Infrastruktur und Integration etc. – ohne Moos einfach nichts los, so die Auffassung der DSTG Hessen!

22.10.2018 (pm): Nur „Arbeiten in der Heimat für Stamm-Finanzamt im Ballungsraum“ schafft dauerhaft Lösungen für die Landesbeschäftigten der Finanzverwaltung

PRESSE – MITTEILUNG
der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG)
Frankfurt, 22.10.2018

 

Weitere HessenBüros geplant
Nur „Arbeiten in der Heimat für Stamm-Finanzamt im Ballungsraum“ schafft dauerhaft Lösungen für die Landesbeschäftigten der Finanzverwaltung

Überrascht (positiv) zeigt sich die DSTG Hessen, dass Ministerpräsident Volker Bouffier und Finanzminister Dr. Thomas Schäfer, nun wenige Tage vor der Wahl, auch für Fernpendler/innen aus Mittelhessen, der Rhön und dem Odenwald etwas tun möchten.

Die heutige Absichtserklärung der Hessischen Landesregierung fußt auf einem Vorschlag der DSTG Hessen aus dem Jahr 2005, der Ende 2017 verfeinert, aber zunächst als unverantwortlich abgetan wurde.

Unser Außenstellen-Modell orientiert sich an bewährten Strukturen, weil bereits jetzt elf der fünfunddreißig hessischen Finanzämter, im Interesse strukturschwacher Regionen, über sogenannte Verwaltungsstellen verfügen. Wir möchten, in Anlehnung hieran, für die Finanzämter, die eine hohe Anzahl von Pendlern beschäftigen, Außenstellen einrichten.

Umso mehr fühlen wir uns bestätigt, da nun die Landespolitik drei weitere Regionen aufgreift, aus denen täglich ganze Heerscharen von Kolleginnen und Kollegen nach Frankfurt am Main, Offenbach, Wiesbaden, Bad Homburg usw. pendeln.

Das Pilotprojekt, Beschäftigte des Finanzamts Hofheim in Limburg arbeiten zu lassen, ist zwar erst im September 2018 gestartet, wird jedoch vermutlich erfolgreich sein.
„Das Gros unserer Beschäftigten wird sich sprichwörtlich ein Bein dafür ausreißen, um näher in der Heimat arbeiten zu dürfen. Die Steuerverwaltung funktioniert nur noch, weil alle Kolleginnen und Kollegen einen ganz hohen Anspruch an sich selbst und ihre Tätigkeit haben“, so der Landesvorsitzende der DSTG Hessen Michael Volz.

Den Pilotversuch gilt es vor dem Hintergrund der Erweiterung um drei weitere (Hessen-)/ Heimat-Büros noch mehr auszubauen, bspw. für die vielen Kolleginnen und Kollegen, die aus dem Westerwald kommen und in Wiesbaden arbeiten. Darüber hinaus gilt es weitere Heimatbüros in den Regionen um Marburg, Gelnhausen etc. einzurichten. Denn auch in diesen Regionen leben viele Rhein-Main Pendler/innen, die tagtäglich mehrere Stunden

auf hessischen Straßen oder in der Bahn unterwegs sind, was sich keinesfalls gesundheitsfördernd und motivationssteigernd auswirkt.

Zudem sollten die Arbeitstage in den Heimatbüros im Sinne aller Pendler/innen von derzeit zwei auf mindestens drei Tage je Woche erweitert werden.

Auf der anderen Seite gilt es die Kollegenschaft in den Stammdienststellen nicht mit den „Restaufgaben“ zurück zu lassen. Aus diesem Grund fordern wir den Ministerpräsidenten und den Finanzminister auf, die rund 2.000 Anwärterstellen im Finanzressort der Haushaltsjahre 2017 bis 2019, umgehend in echte -mit Budget versehene- Haushaltsstellen umzuwandeln und diese auch konsequent durchzuschlüsseln. Nur wenn Stellen mit Menschen belebt werden, kann Politik die enorme Arbeitslast verringern und weiter Perspektiven bieten, um abwanderungsgeneigte Beschäftigte langfristig zu binden und dem permanenten Personalrückgang entgegenzuwirken.

Die DSTG Hessen fühlt sich mit ihrem fortschrittlichen Vorschlag ob der aktuellen Publikationen absolut bestätigt.
Super wäre, wenn Politik künftig etwas früher auf gute Vorschläge, auch aus anderen Reihen, in diesem Fall seitens der höchsterfahrenen Deutschen Steuer-Gewerkschaft Hessen, der Fachgewerkschaft in der Finanzverwaltung, hören würde.