22.11.2019 (pm) Steuer-Gewerkschaft Hessen solidarisch mit den streikenden Busfahrern

PRESSE – MITTEILUNG

der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG)

Frankfurt am Main, 22.11.2019

 

Hungerlöhne nicht hinnehmbar

Steuer-Gewerkschaft Hessen solidarisch mit den streikenden Busfahrern

 

Landesvorsitzender Michael Volz: „Dieser Streik geht uns alle an, weil Busfahrer täglich hohe Verantwortung tragen, Menschen transportieren, unsere Kinder in die Schulen bringen und dafür sorgen, dass Pendler pünktlich zur Arbeit kommen“.

 

Die Deutsche Steuer-Gewerkschaft (DSTG), Landesverband Hessen, weist in einer Solidaritätsnote auf die hohe Verantwortung hin, die die 4.400 Busfahrer privater hessischer Busunternehmen täglich tragen, und fordert ein umgehendes Ende ihrer Niedriglöhne mit Einstiegs-Stundensätzen um 13,50 Euro. „Wir erklären uns daher mit den streikenden Busfahrern uneingeschränkt solidarisch und appellieren an alle Hessen, die Einschränkungen im aktuelle Arbeitskampf nicht den Streikenden anzulasten, sondern sie in ihren berechtigten Forderungen mit Verständnis zu unterstützen“, sagte DSTG-Landesvorsitzender Michael Volz heute bei einer Veranstaltung der Steuer-Gewerkschaft in Gelnhausen.

 

Kritik übte Volz an der Haltung des Landesverbandes Hessischer Omnibusunternehmen (LHO), der in den laufenden Tarifverhandlungen bislang kaum Bereitschaft zu angemessenen und vor allem zeitnahen Lohnerhöhungen, längeren Pausenzeiten und mehr Urlaub erkennen lasse. Der DSTG-Landesvorsitzende nahm die privaten Busunternehmer deshalb deutlich in die Pflicht: „Hungerlöhne von 13,50 Euro sind aus unserer Sicht nicht hinnehmbar und umgehend deutlich anzuheben. Wir erwarten da im Sinne der Busfahrer und aller Menschen in Hessen ein ganz klares Signal seitens der Arbeitgeber“.

 

Die starre Haltung der privaten Busunternehmer sei umso unverständlicher, da die Busfahrer täglich eine hohe Verantwortung an den Tag legen. „Die rund 4.400 Busfahrer der hessischen Omnibusunternehmen transportieren täglich Menschen, fahren unsere Kinder zu Schulen, zum Vereinssport, in Freizeiteinrichtungen, sorgen dafür, dass Pendler pünktlich zur Arbeit kommen. Deshalb betrifft ihr Streik uns alle und deshalb stehen wir solidarisch an ihrer Seite. Das werden gewiss auch unsere vom Streik betroffenen Beschäftigten und Mitglieder so sehen und verstehen. Haben wir doch auch Zurücksetzungen bei der Bezahlung, beispielsweise in 2015 und 2016, schmerzlich erleben müssen“, betonte Volz.

 

Mit Blick auf die innere Stabilität und den gesellschaftlichen Zusammenhalt – auch vor dem Hintergrund zunehmender populistischer Tendenzen – sagte der DSTG-Vorsitzende abschließend: „Niemand darf in die Altersarmut befördert werden. Wer heute aber zu Hungerlöhnen arbeiten muss, weiß, wie wenig er irgendwann einmal an Rente bekommen wird“.

06.11.2019 (pm): Personalräte der hessischen Finanzämter diskutieren mit Finanzminister Dr. Thomas Schäfer über Veränderungsdynamik in der Finanzverwaltung

PRESSE – MITTEILUNG

der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG)

Bad Orb, 06.11.2019

 

Personalräte der hessischen Finanzämter diskutieren mit Finanzminister Dr. Thomas Schäfer über Veränderungsdynamik in der Finanzverwaltung

 

Zweitägige Personalrätekonferenz der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG) Hessen in Bad Orb – Landesvorsitzender Michael Volz: Personalvertretungen umfangreich und frühzeitig in alle Prozesse mit einbinden

 

„Das erfolgreiche Wechselspiel zwischen Finanzministerium und Gewerkschaft – Haushalt 2020 und die Chancen für die Steuer- und Finanzverwaltung“, lautete am Dienstag das Motto, unter dem sich Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer den Fragen von 110 Personalräten der hessischen Finanzämter stellte. Anlass: Die zweitägige Personalrätekonferenz der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG) Hessen in Bad Orb, die Landesvorsitzender Michael Volz am Vormittag unter dem Eindruck einer „Veränderungsdynamik, die wir so in der Verwaltung noch nicht erlebt haben“, eröffnet hatte.

 

Eine Veränderungsdynamik, deren Notwendigkeit Finanzminister Schäfer mit Blick auf die demografische Entwicklung, die Digitalisierung und die zunehmende Komplexität in allen gesellschaftlichen Bereichen bekräftigte. Er betonte: „Wir werden diesen Veränderungsprozess weiter vorantreiben“. An die Personalräte appellierte der Finanzminister, „mit fröhlichen Gesichtern auf diesen Veränderungsprozess zu schauen“. Befürchtungen, mit der Schaffung zusätzlicher Verwaltungseinheiten in den ländlichen Regionen stünden Arbeitsplatzwechsel gegen den Willen der Mitarbeiter an, erteilte er eine Absage: „Niemand muss gegen seinen Willen seinen Standort wechseln, daran halten wir fest“.

 

Als ein Beispiel für die notwendigen Strukturreformen führte der Minister den „Kampf um die besten Köpfe“ – den so genannten „war of talents“ – bei der Anwerbung von Nachwuchskräften für die Finanzverwaltung an. „Während wir vor 20 Jahren deutschlandweit noch Millionen-Jahrgänge hatten, die jährlich Ausbildungsplätze suchten, sind es heute noch rund 700.000 junge Menschen, um die wir im Wettbewerb mit der freien Wirtschaft stehen“. Dies sei ein Grund dafür, dass der ländliche Raum durch die aktuellen Umstrukturierungen und die damit verbundene dezentrale Auslagerung ganzer Arbeitsbereiche gestärkt werde: „In den ländlichen Räumen finden wir leichter gute Nachwuchskräfte als im Rhein-Main-Gebiet, in dem der Wettbewerb mit der Wirtschaft besonders hoch ist“.

 

Kritisch konstruktiv hinterfragten die Personalräte in der sich anschließenden Gesprächsrunde die Ausführungen ihres obersten Dienstherren. So stieg zwar die Zahl der eingestellten Anwärter von 226 im Jahr 2014 auf 800 in 2019 – aktuell befinden sich sogar insgesamt 2.000 junge Menschen in der Ausbildung – die entsprechende Durchschlüsselung dieser Ausbildungsplätze im Stellenplan zur Herstellung tatsächlicher Planungssicherheit sei jedoch „eher unwahrscheinlich“, wie der Minister auf Nachfrage betonte. „Wir müssen das paritätische Gefüge der Gesamtverwaltung im Auge haben, können möglicherweise über einen längeren Zeitraum entsprechende Stellen durchschlüsseln. Dann aber auch nicht 2.000“, sagte Schäfer.

 

DSTG-Landesvorsitzender Michael Volz appellierte in Richtung Finanzminister, die Personalvertretungen und die DSTG umfangreich und frühzeitig in alle Veränderungsprozesse einzubinden und sie nicht vor vollendete Tatsachen zu stellen: „Wir müssen in einem guten Dialog und einem gelebten Miteinander eng beieinander stehen“. Er erinnerte an die Eingabe zum Landeshaushalt 2020, den die DSTG angesichts hoher Arbeitsbelastung und angespannter personeller Situation in den Ämtern eingebracht hat. „Wir erwarten uns, dass hier noch eine Schippe draufgelegt wird“, forderte Volz und mahnte eine deutliche Steigerung von Personal- und Planstellen an, die konkrete Perspektiven für die Personalentwicklung vor allem im gehobenen Dienst und in den weiteren Laufbahnen bieten müsse.

 

Die Forderungen der DSTG für moderne Arbeitsformen und Arbeitszeiten in der Finanzverwaltung samt angemessener Bezahlung sowie eine Verbesserung der Personalentwicklungsmöglichkeiten für alle drei Laufbahnen zählen zu den Themen, die am heutigen zweiten Tag der Personalrätekonferenz diskutiert werden. Michael Volz abschließend: „Die anstehenden Haushaltsberatungen müssen Antworten liefern für eine attraktive, moderne und leistungsfähige Finanzverwaltung mit motivierten, adäquat bezahlten Beschäftigten. Dafür wird die Deutsche Steuergewerkschaft gemeinsam mit ihren Personalräten auch künftig engagiert kämpfen“.

5./06.11.2019 Personalrätekonferenz 2019 Bad Orb

Personalrätekonferenz

05./06.11.2019

Bad Orb

 

Auch in 2019 wieder Personalratsarbeit mit der DSTG für die Menschen!!! Nach den Berichten aus BPR und HPR sind die Vertreter*innen aus OFD und HMDF zum Thema ” Aktuelle Situation in den Finanzämtern und Dienststellen” an der Reihe, um den Personalräten Rede und Antwort zu stehen.

Weitere Themen wie das aktuelle Tarifrecht, Beurteilungsrecht, Personalrecht und Beförderungen stehen auf der Tagesordnung.

Zudem bringen die DSTG Hessen Personalräte ein Fünf- bis Zehnjahresprogramm zur nachhaltigen Stärkung der Steuerverwaltung ins Gespräch. „Die mehr als 2.000 Anwärterstellen ließen sich gut über einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren in durchgeschlüsselte Haushaltsstellen umwandeln. Das würde verlässliche Planbarkeit in der Personalentwicklung herstellen und für einen deutlichen Motivationsschub sorgen“.

Als Herausforderungen für die Zukunft der Finanzverwaltung nannte Dr. Thomas Schäfer die Themen Demografie, Digitalisierung und die anhaltende Komplexität. Dabei räumte er durchaus ein, dass es Aufgabe und Pflicht einer Gewerkschaft -der DSTG Hessen- sei, immer höhere Forderungen für die Kolleginnen und Kollegen zu stellen.

 

 

 

 

01.11.2019 (pm) Steuer-Gewerkschaft Hessen: Hohe Arbeitsbelastung und angespannte personelle Situation in den Ämtern dürfen nicht zur Selbstverständlichkeit werden

PRESSE – MITTEILUNG

der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG)

Frankfurt am Main, 01.11.2019

Aktuelle Stunde im Landtag zum Thema „Steuerkriminalität“

Steuer-Gewerkschaft Hessen: Hohe Arbeitsbelastung und angespannte personelle Situation in den Ämtern dürfen nicht zur Selbstverständlichkeit werden

 

Nach parteiübergreifendem Lob aus Wiesbaden für enorme Leistungen der Finanzverwaltung im Kampf gegen Steuerkriminalität: DSTG mahnt mit Blick auf laufende Haushaltsberatungen mehr Einstellungen, Motivationssteigerung und verlässliche Personalplanung über Mehrjahreszeitraum an

 

Die Deutsche Steuer-Gewerkschaft (DSTG) Hessen nimmt das Lob und die Anerkennung durch Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und die haushaltspolitischen Sprecher der Landtagsfraktionen für die enormen Leistungen der Finanzverwaltung im Kampf gegen Steuerkriminalität dankbar entgegen. „Jetzt sind wir umso gespannter, wie das von uns vor dem Hintergrund der angespannten personellen Situation in den hessischen Finanzämtern vorgelegte Forderungspaket für eine nachhaltige Motivationssteigerung in den laufenden Haushaltsberatungen 2020 seinen Niederschlag findet“, betont DSTG-Landesvorsitzender Michael Volz im Nachgang zur Aktuellen Stunde in Sachen Steuerkriminalität am Donnerstag im Hessischen Landtag. Kernforderung der Fachgewerkschaft der Finanzverwaltung: Eine deutliche Steigerung von Personal- und Planstellen, die konkrete Perspektiven für die Personalentwicklung vor allem im gehobenen Dienst und den weiteren Laufbahnen bieten muss.

„Nur wenn es den Beschäftigten in der Finanzverwaltung gut geht, dann geht es dem Fiskus gut“, bringt Michael Volz die Notwendigkeit einer Attraktivitäts- und Motivationsoffensive zur kurz- und mittelfristigen substantiellen Stärkung der hessischen Finanzämter auf den Punkt. Um die Leistungsfähigkeit der Finanzverwaltung zu sichern, seien deshalb eine an den Aufgaben orientierte kontinuierliche Einstellungspolitik, moderne Arbeitszeitgestaltungsmodelle und vor allen Dingen eine angemessene Bezahlung unerlässlich. Der DSTG-Landesvorsitzende warnt: „Trotz extrem hoher Arbeitsbelastung und angespannter personeller Situation leisten unsere Kolleginnen und Kollegen in den Ämtern und Dienststellen tagtäglich Enormes und stellen eine sichere Bank für die Generierung der Staatseinnahmen dar. Diese Arbeitsbedingungen können und dürfen aber nicht zur Selbstverständlichkeit werden“.

In den laufenden Haushaltsberatungen fordert die Fachgewerkschaft der Finanzverwaltung deshalb konkret:

Eine deutliche Steigerung von zusätzlichen Personalplanstellen, die zu weiteren wichtigen Personalentwicklungsmöglichkeiten für alle drei Laufbahnen führt. Dies böte die Möglichkeit auch künftig geeigneten Nachwuchs für die Finanzämter und die weiteren Dienststellen zu gewinnen und zu halten.

Weitere Vorschläge hierzu hat die DSTG bereits in den politischen Raum gegeben.

Zudem bringt die DSTG Hessen ein Fünf- bis Zehnjahresprogramm zur nachhaltigen Stärkung der Steuerverwaltung ins Gespräch. „Die mehr als 2.000 Anwärterstellen ließen sich gut über einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren in durchgeschlüsselte Haushaltsstellen umwandeln. Das würde verlässliche Planbarkeit in der Personalentwicklung herstellen und für einen deutlichen Motivationsschub sorgen“, so der Landesvorsitzende. Michael Volz betont abschließend, dass die Fachgewerkschaft der Steuerverwaltung in den laufenden Haushaltsberatungen gerne ihre Expertise anbietet, um der Landespolitik aus Sicht der Praktiker ganz konkret zu den aktuellen Problemstellungen Rede und Antwort zu stehen.