09.07.2019 (pm): Anhaltende exorbitant hohe Arbeitsbelastung der Beschäftigten der Finanzverwaltung muss untersucht, begutachtet und von der Politik erträglicher gestaltet (rasch verbessert) werden

PRESSE – MITTEILUNG

der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG)

Steinau a.d.Str./ Frankfurt a.M. / Wiesbaden, 09. Juli 2019

 

Jahrestagung der Deutschen Steuer-Gewerkschaft Hessen in Steinau a. d. Straße

Anhaltende exorbitant hohe Arbeitsbelastung der Beschäftigten der Finanzverwaltung muss untersucht, begutachtet und von der Politik erträglicher gestaltet (rasch verbessert) werden

Hauptvorstand der DSTG Hessen fasst Beschluss unabhängige Studie in Auftrag zu geben

Fast täglich bekommen wir besorgniserregende Rückmeldungen aus unseren Ortsverbänden und von unseren Personalräten. Die Kolleginnen und Kollegen in den Finanzämtern und den Dienststellen des hessischen Finanzressorts „können nicht mehr, es herrscht Land-Unter-Stimmung“.

Die Arbeitsbelastung ist aufgrund verschiedener Faktoren enorm gestiegen. Die Veränderungsdynamik, die uns auferlegt wird, ist kaum beherrschbar und die Personaldecke ist, trotz höchster Einstellungszahlen, an allen Ecken und Enden zu kurz. Dies führt zu Demotivation, Frust und nicht zuletzt auch zu Erkrankungen bei Kolleginnen und Kollegen.

Diesen Befund wollen wir aber auf eine ganz sachliche Basis stellen. Da wir befürchten müssen, dass diese Rückmeldungen ansonsten weggeredet oder ausgeblendet werden, ihnen aber nicht ernsthaft nachgegangen wird.

Deswegen werden wir in den nächsten Wochen ein externes Institut mit Fachleuten beauftragen, das unseren Mitgliedern und Beschäftigten die elementaren/ entscheidenden Fragen stellt, um Antworten zu bekommen, die dann in eine Studie und in unsere qualifizierten Forderungen gegenüber der Landespolitik einmünden werden.

Vor solch einem Hilferuf, wenn es dazu kommen sollte, kann sich kein Landespolitiker – als Arbeitgeber – mehr verschließen.

Die DSTG Gremien gehen davon aus, dass sich ganz viele Kolleginnen und Kollegen an dieser Studie beteiligen werden, um ihre Situation mit ihrer Rückmeldung zu verbessern.

07.05.2019 (pm): Wo bleibt die längst überfällige Attraktivitäts- und Motivationsoffensive für die Beschäftigten der Finanzverwaltung?

PRESSE – MITTEILUNG

der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG)

Frankfurt am Main, 07.05.2019

DSTG Hessen: Wo bleibt die längst überfällige Attraktivitäts- und Motivationsoffensive für die Beschäftigten der Finanzverwaltung?

Fachgewerkschaft der Finanzverwaltung reagiert auf OFD-Bilanz von Minister Dr. Schäfer und kritisiert mangelnde Dialogbereitschaft 

Äußerst differenziert reagiert die Deutsche Steuer-Gewerkschaft (DSTG) Hessen auf die Präsentation des Jahresberichts der Oberfinanzdirektion (OFD) Frankfurt durch Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer. „Wir wissen, was unsere Kolleginnen und Kollegen in den Ämtern und Dienststellen tagtäglich Enormes leisten und welche sichere Bank sie für die Generierung der Staatseinnahmen für Hessen darstellen. Wir finden es deshalb gut, dass der Minister seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter öffentlich positiv darstellt“, kommentiert die Fachgewerkschaft der hessischen Finanzverwaltung den OFD-Jahresbericht mit Blick auf das Mehrergebnis von 2 Milliarden Euro alleine durch Betriebsprüfungen.

Dem gegenüber stehe jedoch weiterhin die längst überfällige, groß angelegte Attraktivitäts- und Motivationsoffensive für die Beschäftigten in den 35 Finanzämtern und den weiteren Dienststellen in Hessen, beanstandet die DSTG. „Zielorientierte Vorschläge für das Anwerben und nachhaltige Halten von Fachpersonal haben wir schon mehrmals vorgebracht, auf die Umsetzung warten wir ob dieser erstklassigen Bilanz (2 Milliarden € Mehreinnahmen!!!)  jedoch vergeblich“, erinnert die Gewerkschaft zum wiederholten Mal an die extrem hohe Arbeitsbelastung und angespannte personelle Situation in den Dienststellen.

Die DSTG Hessen fordert Finanzminister Dr. Schäfer deshalb zu einem konstruktiven Dialog über die aktuelle Situation in den hessischen Finanzämtern auf und berichtet„Bereits Anfang April haben wir den Minister darum ersucht,

mit uns auf Grundlage von kritischen Befunden konstruktive Lösungsvorschläge zu diskutieren, die rund 40 örtliche Personalräte ausgehend von einer Personalrätetagung Ende Februar formuliert haben.“

Eine Antwort auf dieses Gesprächsangebot sei bislang aber ausgeblieben. In diesem Zusammenhang kritisiert die Gewerkschaft erneut das in ihren Augen viel zu kurz greifende, so genannte Programm „+50 für Steuergerechtigkeit“, das der Finanzminister jetzt anlässlich der Vorstellung des OFD-Jahresberichtes erneut ins Feld geführt hat. „Dabei dürfte es sich wohl nur um alten Wein in neuen Schläuchen handeln. Denn dieseMaßnahme wurde bereits mehrmals medial verkündet. Und eine Aufstockung des Doppelhaushaltes 2018/2019 wurde bestimmt nicht abermals vorgenommen“, so die DSTG. Dass sich der Finanzminister in seiner Jahresbilanz deshalb mehrmals mit dem Hashtag #EinfachGerecht brüste, sei da schon kühn.

Die Fachgewerkschaft der hessischen Finanzverwaltung erinnert daran, dass sie jede Initiative unterstützt, die sich gegen Steuerkriminalität richtet.

Welch hohe Bedeutung dabei die Fachkompetenz der Praktiker in den Finanzämtern einnimmt, zeige die Tatsache, dass zahlreiche Initiativen des hessischen Finanzministeriums auf Vorschlägen der DSTG fußen und mittlerweile von der Finanzministerkonferenz nachhaltig sowohl national als auch international aufgegriffen werden. Allerdings: „Nur medial angelegten Absichtserklärungen, die ohne substanziellen Ansatz sind, erteilen wir eine Absage. Diese werden wir enttarnen, ähnlich wie seinerzeit bei Cum-Ex“, so die Steuer-Gewerkschaft abschließend.

29.03.2019 (pm): Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst in Dietzenbach

PRESSEMITTEILUNG
der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG)

Frankfurt am Main, 29.03.2019

Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst in Dietzenbach
Nur ein fair behandelter öffentlicher Dienst wird auch künftig
motiviert arbeiten
Nach Tarifeinigung: Übertragung auf Beamten- und Pensionsbereich ist ein konsequentes und wichtiges Signal – Deutsche Steuer-Gewerkschaft Hessen fordert darüber hinaus Aufholung des Besoldungsrückstandes von 3,5% – Vorsitzender Michael Volz: Attraktivität ist enorm wichtig
Heute wurden in Dietzenbach die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst in Hessen beendet. Die Verhandlungsparteien einigten sich auf ein fast identisches Ergebnis wie die Tarifgemeinschaft deutscher Länder vor 3 Wochen. Konkret wurden folgende Erhöhungen vereinbart:

Zum 01.03.2019 + 3,2%, mind. 100,-€

Zum 01.02.2019 + 3,2%, mind. 100,- €

Zum 01.01.2021 + 1,4%

Auch die Beibehaltung des Landestickets für die nächsten 33 Monate wurde ausgemacht.
Gleichzeitig kündigte Innenminister Peter Beuth die zeit- und systemgerechte Übertragung des Verhandlungsergebnisses auf den Beamten-/Pensionsbereich an.
„Aus unserer Sicht ist dieses Verhandlungsergebnis durchaus zu begrüßen. Auch die direkte Ankündigung der Übertragung auf den Beamtenbereich sehen wir als positives Zeichen. Sind wir doch aus der Vergangenheit ein ganz anderes Vorgehen gewohnt. Trotzdem hinken die Beamtinnen und Beamten sowie die Ruheständler seit 2015 immer noch 3,5% hinter ihren Tarifkolleginnen und – kollegen zurück. Dies gilt es aufzuholen“, so Michael Volz, Vorsitzender der DSTG Hessen, heute in Frankfurt. Hintergrund: Die Hessische Landesregierung verordnete dem Beamtenbereich in 2015 eine 0-Runde, in 2016 erhielten die Beamten dann eine 1%ige-Gehaltserhöhung.
Michael Volz erklärte: „Dem Abschluss muss jetzt eine groß angelegte Motivations- und Attraktivitätsoffensive folgen, damit die Finanzverwaltung auf dem Arbeitsmarkt aktuell und künftig geeignetes Personal gewinnen und auch halten kann.“ Die Finanzkraft des Landes sei zu einem großen Teil ein besonderer Verdienst der Beschäftigten der Finanzverwaltung, so der Gewerkschaftsvorsitzende.

28.02.2019 (pm) DSTG kritisiert Diskrepanz zwischen Wunschdenken der Landesregierung und Realität in den Finanzämtern

PRESSE – MITTEILUNG
der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG)

Frankfurt, 28.01.2019

Zur gestrigen Debatte im Hessischen Landtag zum Thema Steuergerechtigkeit:

DSTG kritisiert Diskrepanz zwischen Wunschdenken der Landesregierung und Realität in den Finanzämtern

98 Prozent der Finanzer fühlen sich von den gestrigen Verlautbarungen des Hessischen Finanzministeriums verschaukelt

„98 Prozent der Finanzer fühlen sich von den gestrigen Verlautbarungen des Hessischen Finanzministeriums verschaukelt. Da feiern sich die Regierungsfraktionen und der Finanzminister zum x-ten Mal damit, über 50 neue Betriebsprüfer (immer die Gleichen!) eingestellt und künstliche Intelligenz geschaffen zu haben, während die meisten Beschäftigten in den Finanzämtern im praktischen Alltag nicht mehr wissen, wo hinten und vorn ist“, kritisierte Michael Volz, Vorsitzender der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG) Hessen, heute in Frankfurt.

Zwar ist man sich bei der grundsätzlichen Zielsetzung einer kontinuierlichen Bekämpfung von Steuerkriminalität einig. Die Diskrepanz zwischen dem Wunschdenken der Landesregierung und der Realität in den Finanzbehörden ist aber gravierend.

Während sich die Landesregierung häufig damit brüstet, zusätzlich 50 Betriebsprüfer und historisch hohe Anwärterzahlen eingestellt zu haben, kommen die Beschäftigten in den Finanzämtern nicht mehr dazu, ihre eigentliche Arbeit zu erledigen, schilderte Volz das Dilemma.

So ist die Arbeitsbelastung durch die Strukturreformen des Finanzministers enorm angestiegen. In der Praxis sieht das so aus: „Aktuell werden etliche erfahrene Steuerfachleute aus ihren Arbeitsbereichen gerissen, um neue Aufgaben in den neun zentralen Finanzkassen aufzunehmen. Eine Tätigkeit für die sie nun erst noch extra ausgebildet werden müssen“. In direkter Folge, so Volz weiter, reißen diese Maßnahmen riesige personelle Lücken in den Dienststellen, die so schnell nicht gefüllt werden können. Dabei freuen wir uns für alle Kolleginnen und Kollegen, die in die Heimat versetzt werden. Dies war eine jahrzehntelange Forderung der DSTG. Die Arbeitsbelastung bei den verbleibenden Kollegen wird sich deshalb exorbitant erhöhen, zumal gleichzeitig die Außendienste voll besetzt sein müssen, auch noch die Ausbildung der vielen Anwärter zu schultern ist und wir – nach wie vor – etwa 1.000 Beschäftigte nur in den Finanzämtern zu wenig haben“, brachte der DSTG-Landesvorsitzende die Ergebnisse dieser Entwicklungen, ausgehend von einer Schulung für Personalräte in dieser Woche, auf den Punkt.

Auch eine weitere Tendenz bereitet der Steuergewerkschaft in diesem Zusammenhang große Sorge: Zunehmend verlassen viele erfahrene Kolleginnen und Kollegen die Finanzämter, um attraktivere Angebote in den Kommunen oder der freien Wirtschaft anzunehmen.

„Als DSTG Hessen fordern wir deshalb seit geraumer Zeit eine Attraktivitäts-Offensive für die Finanzverwaltung, damit sich der Finanzminister künftig nicht nur über die erfolgreiche Bekämpfung von Steuerkriminalität freuen kann, sondern auch die Kollegen in den Finanzämtern, die für diesen Erfolg verantwortlich sind, etwas davon haben“, schloss Volz seine Bemerkungen zu den Verlautbarungen der Regierungskoalition.

28.01.2019 (pm) Personalnot größter Feind für rasche Bearbeitung von Steuererklärungen

PRESSE – MITTEILUNG
der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG)

Frankfurt, 28.01.2019

Personalnot größter Feind für rasche Bearbeitung von Steuererklärungen

Report von Lohnsteuer-Kompakt

Ende vergangener Woche wurde die Bearbeitungsdauer der Steuererklärungen von über 500 deutschen Finanzämtern des Portals Lohnsteuer-Kompakt veröffentlicht.

Dabei gab es, wie erwartbar, schnelle und schnellere Ergebnisse bei den Bearbeitungszeiten in hessischen Finanzämtern. Für die hiernach erfolgreichen Kolleginnen und Kollegen freuen wir uns selbstverständlich mit!

Gleichwohl wissen auch diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass die Einflussfaktoren für eine Bearbeitung ganz von der Personalausstattung und den Fallintensitäten abhängig ist, und in allen hessischen Finanzämtern insbesondere im sogenannten Innendienst notorischer Personalmangel herrscht.

Die deutschen Steuergesetze werden immer komplexer, die steuerliche IT ist nicht sonderlich stabil, ein personalbindendes Strukturprojekt jagt das nächste, die Ausbildungsbemühungen aufgrund hoher Ausbildungszahlen – welche überfällig sind, um dem Personalmangel und den Abgängen zu begegnen – sind notwendig, die Bezahlung ist durchwachsen und die Arbeitsvorräte sind enorm.

Unter solchen Bedingungen darf es niemanden wundern, wenn die hessischen Finanzämter keinen Spitzenplatz einnehmen können und die Bürgerinnen und Bürger auf ihre Steuererstattung warten müssen.

Wer die Schuld dafür nun bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Finanzämtern sucht, die Tag für Tag absolut gewissenhaft ihre Arbeit machen, irrt gewaltig.

Vielmehr handelt es sich um ein konsequentes Versagen der Politik, die in den letzten Jahrzehnten die Steuerverwaltungen – auch in Hessen – regelmäßig bei Haushaltsberatungen personell minderausgestattet -rund 1000 Finanzbeamte/innen fehlen- hat.

Zugegeben, wir haben in Hessen derzeit Höchstzahlen an Anwärtereinstellungen, auf der anderen Seite aber auch Spitzenzahlen bei Altersabgängen und Kündigungen. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen zieht es zu den steuerberatenden Berufen, in die freie Wirtschaft, zu Kommunen, in andere Landesverwaltungen sowie zum Bund.

Beschäftigte der Finanzverwaltung sind eben insbesondere am Finanzplatz Hessen heiß begehrt!

Deswegen fordert die DSTG Hessen für die hessische Finanzverwaltung seit geraumer Zeit eine Attraktivitäts- und Motivations-Offensive, die über eine reine Umverteilung von Dienstposten und Wertigkeiten hinaus geht.

Wir haben der Politik bereits Vorschläge unterbreitet. Wenn aber nichts geschieht, werden die Bürgerinnen und Bürger künftig noch länger auf ihre Steuererstattung warten müssen.
Das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche.

31.10.2018 (pm): Deutsche Steuer-Gewerkschaft Hessen fordert von künftiger hessischer Landesregierung Rückkehr in die Tarifgemeinschaft und satte Einkommenszuwächse

PRESSE – MITTEILUNG
der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG)

Kassel, Frankfurt, Berlin, 31.10.2018

Branchentag zum Auftakt der Einkommensrunde in Kassel für Beschäftigte des Landes
Deutsche Steuer-Gewerkschaft Hessen fordert von künftiger hessischer Landesregierung Rückkehr in die Tarifgemeinschaft und satte Einkommenszuwächse

Anfang dieses Jahres hatte der Deutsche Beamtenbund für die Bundes- und Kommunalbediensteten ein deutliches PLUS für 2018 bis 2020 in Höhe von durchschnittlich 7,5% ausgehandelt.
Dieser Einkommenszuwachs ist die unterste Richtschnur für die Tarifbeschäftigten, die Beamten und Pensionäre der Länder, sowie Hessen. Die DSTG Hessen fordert deshalb anlässlich des Branchentages in Kassel eine Rückkehr in die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (!!!), unter Beibehaltung positiver Entwicklungen.

Der DSTG-Landesvorsitzende Michael Volz forderte deshalb in Kassel: „Wer so exzellente Arbeit im täglichen Steuerdickicht verrichtet, über 12 Milliarden Euro zusätzliche SteuerMEHReinnahmen für den Fiskus in der Legislaturperiode festgesetzt und erhoben hat -so berichtete Finanzminister Dr. Schäfer anlässlich einer aktuellen Stunde am 13.9.2018 im Hessischen Landtag selbst- der kann sich nicht immer nur auf die Schuldenbremse berufen. Die politisch Verantwortlichen sollten endlich die Zeichen der Zeit erkennen und einen finanziellen TOP-ZUSCHLAG anlegen. Auch über den ausgehandelten „Bahnabschluss“ kann man nachdenken!?“

Vor dem Hintergrund, dass für 2015 und 2016 (Nullrunden-Jahre in Hessen) noch immer ein Besoldungsminus in Höhe von 3,5% besteht, gilt es endlich per Besoldungsaufholgesetz à la Rheinland-Pfalz nachzubessern!

Nur durch unsere Arbeit – Bildung, staatlicher Wohnungsbau, innere Sicherheit, Verbesserung von Infrastruktur und Integration etc. – ohne Moos einfach nichts los, so die Auffassung der DSTG Hessen!

22.10.2018 (pm): Nur „Arbeiten in der Heimat für Stamm-Finanzamt im Ballungsraum“ schafft dauerhaft Lösungen für die Landesbeschäftigten der Finanzverwaltung

PRESSE – MITTEILUNG
der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG)
Frankfurt, 22.10.2018

 

Weitere HessenBüros geplant
Nur „Arbeiten in der Heimat für Stamm-Finanzamt im Ballungsraum“ schafft dauerhaft Lösungen für die Landesbeschäftigten der Finanzverwaltung

Überrascht (positiv) zeigt sich die DSTG Hessen, dass Ministerpräsident Volker Bouffier und Finanzminister Dr. Thomas Schäfer, nun wenige Tage vor der Wahl, auch für Fernpendler/innen aus Mittelhessen, der Rhön und dem Odenwald etwas tun möchten.

Die heutige Absichtserklärung der Hessischen Landesregierung fußt auf einem Vorschlag der DSTG Hessen aus dem Jahr 2005, der Ende 2017 verfeinert, aber zunächst als unverantwortlich abgetan wurde.

Unser Außenstellen-Modell orientiert sich an bewährten Strukturen, weil bereits jetzt elf der fünfunddreißig hessischen Finanzämter, im Interesse strukturschwacher Regionen, über sogenannte Verwaltungsstellen verfügen. Wir möchten, in Anlehnung hieran, für die Finanzämter, die eine hohe Anzahl von Pendlern beschäftigen, Außenstellen einrichten.

Umso mehr fühlen wir uns bestätigt, da nun die Landespolitik drei weitere Regionen aufgreift, aus denen täglich ganze Heerscharen von Kolleginnen und Kollegen nach Frankfurt am Main, Offenbach, Wiesbaden, Bad Homburg usw. pendeln.

Das Pilotprojekt, Beschäftigte des Finanzamts Hofheim in Limburg arbeiten zu lassen, ist zwar erst im September 2018 gestartet, wird jedoch vermutlich erfolgreich sein.
„Das Gros unserer Beschäftigten wird sich sprichwörtlich ein Bein dafür ausreißen, um näher in der Heimat arbeiten zu dürfen. Die Steuerverwaltung funktioniert nur noch, weil alle Kolleginnen und Kollegen einen ganz hohen Anspruch an sich selbst und ihre Tätigkeit haben“, so der Landesvorsitzende der DSTG Hessen Michael Volz.

Den Pilotversuch gilt es vor dem Hintergrund der Erweiterung um drei weitere (Hessen-)/ Heimat-Büros noch mehr auszubauen, bspw. für die vielen Kolleginnen und Kollegen, die aus dem Westerwald kommen und in Wiesbaden arbeiten. Darüber hinaus gilt es weitere Heimatbüros in den Regionen um Marburg, Gelnhausen etc. einzurichten. Denn auch in diesen Regionen leben viele Rhein-Main Pendler/innen, die tagtäglich mehrere Stunden

auf hessischen Straßen oder in der Bahn unterwegs sind, was sich keinesfalls gesundheitsfördernd und motivationssteigernd auswirkt.

Zudem sollten die Arbeitstage in den Heimatbüros im Sinne aller Pendler/innen von derzeit zwei auf mindestens drei Tage je Woche erweitert werden.

Auf der anderen Seite gilt es die Kollegenschaft in den Stammdienststellen nicht mit den „Restaufgaben“ zurück zu lassen. Aus diesem Grund fordern wir den Ministerpräsidenten und den Finanzminister auf, die rund 2.000 Anwärterstellen im Finanzressort der Haushaltsjahre 2017 bis 2019, umgehend in echte -mit Budget versehene- Haushaltsstellen umzuwandeln und diese auch konsequent durchzuschlüsseln. Nur wenn Stellen mit Menschen belebt werden, kann Politik die enorme Arbeitslast verringern und weiter Perspektiven bieten, um abwanderungsgeneigte Beschäftigte langfristig zu binden und dem permanenten Personalrückgang entgegenzuwirken.

Die DSTG Hessen fühlt sich mit ihrem fortschrittlichen Vorschlag ob der aktuellen Publikationen absolut bestätigt.
Super wäre, wenn Politik künftig etwas früher auf gute Vorschläge, auch aus anderen Reihen, in diesem Fall seitens der höchsterfahrenen Deutschen Steuer-Gewerkschaft Hessen, der Fachgewerkschaft in der Finanzverwaltung, hören würde.

26.09.2018 (pm): Tag der Steuergerechtigkeit 2018

PRESSE – MITTEILUNG

der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG)

Frankfurt, 26.09.2018

HEUTE: Tag der Steuergerechtigkeit 2018

Steuergerechtigkeit hat viele Gesichter!!!

 

 

Am heutigen Tag ruft die Deutsche Steuer-Gewerkschaft Landesverband Hessen mit einer Basisaktion vor dem Behördenzentrum in Frankfurt am Main (Gutleutstr. 116-124) unter dem Motto „Was bedeutet Steuergerechtigkeit für uns als Bürgerinnen und Bürger“auf.

Die DSTG veranstaltet diesen Tag, der sich bundesweit etabliert hat, bereits zum vierten Mal. Es werden heute in allen Bundesländern Aktionen stattfinden, die alle Bürgerinnen und Bürger wachrütteln sollen, um sich gegen Steuervermeidung und SteuerUNgerechtigkeiten zu solidarisieren.

„Wir wollen die Bürger/innen und unsere Kollegen/innen auf der Behördenstraße im Gutleutviertel in Frankfurt einbeziehen und von ihnen wissen, was für sie STEUERGERECHTIGKEIT ausmacht. Wir wollen mit unserem Aktionstag die Verknüpfung zwischen Gerechtigkeit und der Notwendigkeit einer gut aufgestellten Finanzverwaltung herstellen. Dabei gilt es auch auf international agierende Unternehmen zu ‚schauen’ und dubiose Konstrukte von Jongleuren der Hochfinanz ‚unter die Lupe‘ zu nehmen“, so Michael Volz, Landesvorsitzender und stellvertretender Bundesvorsitzenderder DSTG.

Die DSTG prangert schon seit jeher aggressive Steuervermeidungsmethoden am Rande der Legalität an. Entziehen doch vorenthaltene Steuern dem Gemeinwesen enorm viel Geld, das der kleine Mann dann wiederum aufbringen muss. Nur eine gut aufgestellte, funktionierende und motivierte Steuerverwaltung kann solche Ungerechtigkeiten anpacken und für mehr (Steuer)Gerechtigkeit sorgen.

Wir möchten die Bürgerinnen und Bürger am Tag der Steuergerechtigkeit beteiligen.

Ihr Statement, Ihre Meinung ist gefragt:

Steuergerechtigkeit wird erreicht durch…
Steuergerechtigkeit bedeutet für mich?
Was ist Steuergerechtigkeit?
Wie erreicht Steuerverwaltung Steuergerechtigkeit?

Steuerehrlichkeit führt zu SteuergerechtigkeitSteuergerechtigkeit führt zu Steuerersparnis für jeden.

11.09.2018 (pm) Steuer-Gewerkschaft begrüßt jedweden Vorstoß für Steuergerechtigkeit

PRESSE – MITTEILUNG
der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG)

Frankfurt, 11.09.2018

 

Stärkung der Steuerverwaltung: +50 für Steuergerechtigkeit

Steuer-Gewerkschaft begrüßt jedweden Vorstoß für Steuergerechtigkeit

 

Die DSTG Hessen begrüßt jegliche Aktivität, die sich gegen Steuerungerechtigkeiten wendet. Insofern auch den gestrigen Vorstoß von Hessens Finanzminister Schäfer + 50 Experten für Steuergerechtigkeit, der der Stärkung der hessischen Steuerverwaltung dienen soll.

„Immer und immer wieder fordern wir von den handelnden politischen Akteuren in Wiesbaden und Berlin sich für die Hebung der Steuermoral einzusetzen und gegen Steuervermeidung einzutreten. Steuerkriminalität schadet unserem Gemeinwesen, wichtige Investitionen für Bildung, für Infrastruktur und zur Stabilisierung des gesellschaftlichen Zusammenhalts können deshalb nicht getätigt werden“, so Michael Volz, Landesvorsitzender der DSTG Hessen.

Insofern halten wir eine Investition in die hessische Steuerverwaltung für absolut zielführend, machen doch unsere Kolleginnen und Kollegen in allen Arbeitsbereichen einen hervorragenden Job.

Wichtig ist dabei, dass 50 zusätzliche und geschlüsselte Haushaltsstellen – wenn nicht schon geschehen – in einem Nachtragshaushalt eingerichtet werden. Sonst kommt es nur zu einer Verschiebung von Dienstposten vom einen in den anderen Arbeitsbereich oder vom einen in das andere Amt.

Nur durch eine konsequente Personalzuführung kann windigen Jongleuren der Hochfinanz wirksam begegnet werden. Das haben die erstklassigen Ergebnisse unserer Kolleginnen und Kollegen in den Finanzämtern und Dienststellen belegt.

23.08.2018 (pm) Räumliche Engpässe und Unterschiede am Hochschulstandort Rotenburg an der Fulda müssen behoben werden

PRESSE – MITTEILUNG
der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG)
Frankfurt, 23.08.2018

Rotenburger Kaserne als zentrale Ausbildung- und Fortbildungsstätte machbar

Räumliche Engpässe und Unterschiede am Hochschulstandort Rotenburg an der Fulda müssen behoben werden

Seit vergangenem Sommer war klar, dass aufgrund der hohen Einstellungszahlen – 650 Auszubildende zum 01.08.2017 und 700 zum 01.08.2018 und 01.08.2019 – Kapazitätsprobleme in den Bildungsstätten auftreten würden.

Auf die gravierenden räumlichen Engpässe am Studienzentrum hatte die DSTG Hessen seit Bekanntwer-den der hohen Einstellungszahlen nachhaltig hingewiesen (unter anderem mit Pressemeldung vom 04.12.2017) und vorgeschlagen, das ausgebaute Kasernengelände am Standort Rotenburg an der Fulda zur zentralen Aus- und Fortbildungsstätte für die Landesverwaltung auszubauen.

„Auch eine zusätzliche Ausweitung zur zentralen Ausbildungsstätte für den Zollbereich, wie es der Vor-sitzende des BDZ Hessen (Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft Hessen), Kai Ahlheim, letzte Woche forderte, unterstützen wir ausdrücklich. In jedem Fall könnten viele Herausforderungen am Standort Rotenburg gemeinsam gelöst und die Region nachhaltig gestärkt werden“, so Michael Volz, Vorsitzender der DSTG Hessen, heute in Frankfurt.

Derzeit sind die Anwärterinnen und Anwärter nicht nur im Studienzentrum und im Schloß untergebracht; ein großer Teil ist im Herz-Kreislauf-Zentrum, in der Bildungsstätte der Betriebskrankenkassen, im Jugendhof und in der Jugendherberge untergekommen. Gleichzeitig wird ein weiterer Teil (ca. 100) der Auszubildenden in Frankfurt unterrichtet. Außerdem sind wohl durch die externen Unterbringungen die Verkehrswege in der Stadt stark überlastet. Auch aus diesem Grund hat sich Rotenburgs Bürgermeister Grünwald (CDU) ebenfalls für diese Lösung stark gemacht.

Michael Volz resümiert daher: „Aus unserer Sicht ist die `Kasernenlösung´ durchaus sinnvoll. Wichtig für uns ist eine zeitgemäße und gute Unterbringung, also vergleichbare sachliche Standards. Nur so kann der Lernerfolg gewährleistet werden. Man muss es nur wollen und damit ein Bekenntnis zur Region Rotenburg geben.“

Die DSTG steht nicht nur für eine erstklassige Werbeoffensive bei den jungen Menschen, sondern auch für erstklassige Ausbildungsverhältnisse. Wir wissen, dass alle Verantwortliche am Bildungsstandort Rotenburg zum Wohle der Anwärter(innen) um beste Lösungen ringen. An der Finanzierung kann es bei Bundesfinanzminister Scholz (SPD) und Hessens Finanzminister Dr. Schäfer (CDU) dann nicht liegen, die Kassen der öffentlichen Hand geben das allemal her!