{"id":4646,"date":"2020-01-16T11:21:17","date_gmt":"2020-01-16T10:21:17","guid":{"rendered":"https:\/\/dstg-hessen.de\/cms\/?p=4023"},"modified":"2020-01-16T11:21:17","modified_gmt":"2020-01-16T10:21:17","slug":"14-01-2020-pm-bundestagspraesident-a-d-prof-dr-norbert-lammert-fesselt-gaeste-des-neujahrsempfangs-der-dstg-hessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dstg-hessen.de\/cms\/?p=4646","title":{"rendered":"14.01.2020 (pm): Bundestagspr\u00e4sident a.D. Prof. Dr. Norbert Lammert fesselt G\u00e4ste des Neujahrsempfangs der DSTG Hessen"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: right;\"><strong>PRESSE \u2013 MITTEILUNG<\/strong><\/h1>\n<p style=\"text-align: right;\">der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG)<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Frankfurt am Main, 14.01.2020<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>\u201eEs gibt einen messbaren Vertrauenseinbruch in die Stabilit\u00e4t des demokratischen Systems\u201c<\/h1>\n<h1>Bundestagspr\u00e4sident a.D. Prof. Dr. Norbert Lammert fesselt G\u00e4ste des Neujahrsempfangs der DSTG Hessen im Festsaal des Wiesbadener Rathauses &#8211; Zahlreiche G\u00e4ste aus Landespolitik und Gewerkschaftsleben<\/h1>\n<h1><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mit einem flammenden Pl\u00e4doyer f\u00fcr die Einsicht, dass leidenschaftliches Engagement pro Demokratie in Zeiten zunehmenden Populismus \u00fcber den legitimen Einzelinteressen von Parteien und Interessensvertretungen stehen muss, um die demokratische Staatsform zu bewahren, fesselte Bundestagspr\u00e4sident a.D. Prof. Dr. Norbert Lammert seine Zuh\u00f6rer beim Neujahrsempfang der DSTG Hessen im Festsaal des Wiesbadener Rathauses. Zahlreiche G\u00e4ste aus Landespolitik und Gewerkschaftsleben, darunter Finanzminister Dr. Thomas Sch\u00e4fer, DSTG-Bundesvorsitzender Thomas Eigenthaler, Armin Clauss, Verwaltungsratsvorsitzender des Hessischen Rundfunks, Wiesbadens Oberb\u00fcrgermeister Gert-Uwe Mende und zahlreiche Landtagsabgeordnete waren der Einladung des Landesverbandes der Deutschen Steuer-Gewerkschaft gefolgt. Unter dem Motto \u201eDemokratie braucht Demokraten\u201c erlebten sie tiefgr\u00fcndig-heitere Stunden mit einem Festredner, der mal ernst, mal humorvoll ironisierend, vor allem aber eindringlich b\u00fcrgerliches Engagement einforderte, um die Demokratie vor dem Kollaps zu bewahren.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>DSTG-Landesvorsitzender Michael Volz spannte in seiner Begr\u00fc\u00dfungsansprache den Bogen vom \u201eGesch\u00e4ftsmodell der Populisten und Autokraten\u201c, das auf Bedrohung, auf Einsch\u00fcchterung und auf Angst machen setze: \u201eSie skizzieren den Untergang des Abendlandes, haben keine auf Sicht angelegten Antworten, sondern bedienen niedere Werte wie Gewalt und Hass\u201c. Deshalb, so Volz, vertrage Demokratie weder Hochmut gegen\u00fcber anderen Auffassungen oder Menschen anderen Glaubens und anderer Herkunft noch Gleichmut gegen\u00fcber Feinden der gewiss nicht einfachen Staatsform. Demokratie fordere t\u00e4glich aufs Neue den Mut jedes Einzelnen, f\u00fcr Werte einzutreten, eine eigene Meinung zu vertreten, Probleme anzusprechen, Gestaltungsl\u00f6sungen zu entwickeln und auch mitunter unbequeme Entscheidungen zu treffen. In diesem Zusammenhang brachte der DSTG-Landesvorsitzende ein Unterrichtsfach \u201eDemokratie\u201c ins Gespr\u00e4ch, das jungen Menschen demokratische Grundwerte, Prozesse und Verhaltensregeln vermittele, um bei ihnen schon in fr\u00fchen Jahren ein demokratisches Grundverst\u00e4ndnis fest zu verankern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Norbert Lammert fasste die Bedeutung dieser Punkte in seiner Forderungen nach b\u00fcrgerschaftlichem Engagement zusammen. Die Gef\u00e4hrdung der Demokratie sei kein \u201eeingebildetes Problem\u201c mehr, betonte er mit Blick auf aktuelle Umfragen und sp\u00fcrbare Entwicklungen mitten in Europa. Er konstatierte: \u201eEs gibt einen messbaren Vertrauenseinbruch in die Stabilit\u00e4t des demokratischen Systems. Die Zweifel an der Leistungsf\u00e4higkeit der Institutionen, die unsere Demokratie tragen, wachsen\u201c. In Folge w\u00fcrden seit zehn Jahren immer mehr Populisten in Parlamente europ\u00e4ischer Staaten gew\u00e4hlt. \u201ePopulistische Parteien, die sagen, sie seien die einzigen Vertreter des Volkswillens, der bislang nicht in den Parlamenten repr\u00e4sentiert sei\u201c, so Lammert weiter. Um dieser Entwicklung zu begegnen, bed\u00fcrfe es eines entschiedenen Zusammenstehens aller leidenschaftlicher Demokraten, zeichne die demokratische Staatsform neben vielen Vorz\u00fcgen doch ein entscheidender Nachteil aus: \u201eSie ist kein sich selbst erhaltendes System. Gegen das Wahlverhalten ist die Demokratie nicht ger\u00fcstet\u201c. Deshalb stehe und falle sie mit dem Engagement der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, mit der Einsicht der Parteien, eigene berechtigte Forderungen auch einmal hinten an zu stellen, wenn es um das Ganze gehe. Dieses bedingungslose leidenschaftliche Eintreten f\u00fcr unsere Staatsform, so der Bundestagspr\u00e4sident a.D. abschlie\u00dfend, sei ein Grund daf\u00fcr, warum die Gro\u00dfe Koalition aus CDU und SPD sich immer wieder ihrer Verantwortung f\u00fcr Demokratie und Zusammenhalt stelle.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-4024 size-large\" src=\"https:\/\/dstg-hessen.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/NJmichellammerteigenthaler-1024x684.jpg\" alt=\"\" width=\"810\" height=\"541\" \/>\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>PRESSE \u2013 MITTEILUNG der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG) Frankfurt am Main, 14.01.2020 &nbsp; \u201eEs gibt einen messbaren Vertrauenseinbruch in die Stabilit\u00e4t des demokratischen Systems\u201c Bundestagspr\u00e4sident a.D. 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